Der Vortrag begann mit einem kleinen Experiment: eine Betriebsanleitung, 186 Seiten PDF, und eine Alltagsfrage an eine KI. Die Antwort klang souverän – und war falsch. Der richtige Wert stand in einer Tabelle, die über zwei Seiten umbricht.
Digital vorhanden ist nicht agentenfähig
Ein PDF ist digital und für einen Menschen lesbar. Für einen Agenten ist es oft ein Bild mit Buchstaben. Solange eine KI nur antwortet, fängt ein Mensch den Fehler ab. Sobald sie handelt, wird er ausgeführt.
Drei Orte, an denen das Wissen liegt
- Dokumente: Betriebsanleitungen, Zeichnungen, Typenschilder, Prüfprotokolle – Bild statt Text, Tabellen über Seitengrenzen, Versionschaos.
- Postfach: Jahre an Kundenkorrespondenz – Signaturen, Zitatverläufe, Dubletten, Wissen auf fremden Servern.
- Tabellen: Excel-Listen für Ausschreibung, Planung und Kalkulation – jeder füllt anders aus, keine Prüfung, Wissen im Kopf.
An jedem Ort stellten sich drei Fragen: Warum ist es nicht agentenfähig? Wie wird daraus eine belastbare Grundlage? Wer behält die Kontrolle?
Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied
Daten: Stimmen die Informationen, und findet man sie? Prozesse: Läuft es jedes Mal gleich ab oder nach Zuruf? Kontrolle: Prüft ein Mensch, und wird es festgehalten? Reißt ein Glied, hilft auch der beste Agent nichts.
Drei Fragen für Montagmorgen
- Welcher Prozess läuft bei Ihnen noch über Excel und Outlook?
- Wo liegt das Wissen – im System oder im Kopf eines Mitarbeiters?
- Wer gibt frei – und wo wird es protokolliert?